Emma- Ricklund- Stiftung

Saxnäs, ein kleiner Ort unweit des Polarkreises, liegt auf einer Landzunge des Kultsjös (Kultsee) am Fuße des Marsfjälls und hat etwa 160 Einwohner. Wegen der guten Lichtverhältnisse und der großartigen Natur kommen im vergangenen Jahrhundert immer wieder Landschaftsmaler nach Saxnäs. So auch Folke Ricklund, der in den 30er Jahren hier intensiv arbeitet und in Stockholm einige beachtete Ausstellungen hat. Er fühlt sich der samischen Tradition und Kultur eng verbunden, lebt für längere Zeit mit den Samen und baut sich ein kleines Atelier auf einem Hügel in Saxnäs . 1936 heiratet er Emma Johansson, die aus Saxnäs stammt und dort ein Pensionat leitet. Gemeinsam unternehmen sie längere Auslandsreisen nach Italien und Marokko. Aus Bewunderung für die italienische Baukunst errichten sie direkt neben dem Atelier in Saxnäs eine Villa nach italienischem Vorbild. Folkes Kontakte zur "Künstlergilde" führen dazu, dass immer mehr namhafte Künstler zu Besuch nach Ricklundgarden kommen, wie z. B. Asger Jorn, Kalle Hedberg, Helmer Osslund und Else Alfelt. Als Bezahlung für den Aufenthalt bei Ricklunds schenken sie ihnen Kunst. Als Emma Ricklund 1965 stirbt, wird ihrem Testament gemäß eine Stiftung eingerichtet, die zur Aufgabe hat, auch weiterhin Künstlerinnen und Künstler aus ganz Europa das ehemalige Atelier von Folke zur Verfügung zu stellen. Mittlerweile ist die angrenzende Villa zu einem Museum geworden. Auch heute noch hinterlässt jeder in Ricklundgarden arbeitende Künstler eine Arbeit. Inzwischen sind weit über 1500 Bilder und Plastiken in einer einzigartigen Sammlung zusammengekommen, die in Wilhelmina, der nächst größeren Stadt, aufbewahrt und ausgestellt werden.